Lexikon: Erbrecht

Der Themenschwerpunkt Erbrecht wurde von Rechtsanwältin und Fachanwältin für Erbrecht Christine Gerlach erstellt.

Abkömmlinge
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Abkömmlinge des Erblassers
Kinder sowie deren Abkömmlinge, also Enkel und Urenkel. Nichteheliche Kinder stehen in den seit dem 01.04.1998 eingetretenen Erbfällen den ehelichen gleich. Ein zur Zeit des Erbfalles lebender Abkömmling schließt die durch ihn mit dem Erblasser verwandten Abkömmlinge von der Erbfolge aus.
Alleinerbschein
§ 2353 1. Alternative BGB - Zeugnis über das Erbrecht des Allein- oder Universalerben
Andeutungstheorie
Anwendung bei Testamentsauslegung: Ausgangspunkt der Testamentsauslegung ist stets der Wille des Erblassers, so wie er sich im Testament andeutet.
Anhang
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Annahme
Das Recht zur Annahme der Erbschaft erwirbt der Erbe mit dem Erbfall, durch den er als vorläufiger Erbe in die gesamte Rechtsstellung eintritt, § 1942 Abs. 1. BGB. Regelmäßig vollzieht sich die Annahme der Erbschaft im bewussten oder unbewussten Ablauf der Ausschlagungsfrist von 6 Wochen, § 1943 BGB.
Berliner Testament
Das Berliner Testament ist eine äußerst beliebte erbrechtliche Gestaltungsform von Ehegatten. Es handelt sich dabei um die häufig anzutreffende gegenseitige Erbein-setzung der Ehegatten mit der weiteren Bestimmung, dass nach dem Tod des Längerlebenden der beiden Ehegatten der Nachlass an einen Dritten, in der Regel an die Kinder, fallen soll. Dieses gibt es in verschiedenen Ausgestaltungen.
Beschränkung der Erbenhaftung
Der Erbe haftet grundsätzlich für die Nachlassverbindlichkeiten unbeschränkt, das heißt mit seinem ganzen Vermögen. Neben der Ausschlagung der Erbschaft hat er jedoch grundsätzlich die Möglichkeiten der Beschränkung der Erbenhaftung für die Nachlassverbindlichkeiten auf den Nachlass. Es tritt eine Trennung in zwei selbständige Vermögensmassen ein, Eigenvermögen und Nachlass, so dass Nachlassgläubiger nicht gegen das Eigenvermögen des Erben vorgehen können.
Bürgermeister-Testament
Vor dem Bürgermeister des Aufenthaltsortes des Erblasser kann ein öffentliches Testament errichtet werden, wenn die Besorgnis besteht, dass vor dem Tod des Erblassers kein Notar mehr erreicht werden kann, § 2249 Abs. 1 BGB. Es kann zur Niederschrift oder durch Übergabe einer Schrift testiert werden.

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